Grundlagen

Hartes Wasser – Enthärtungsanlage für weiches Wasser

Hartes Wasser – Die Wasserhärte, ein Bereich, der sowohl Alltagswissen als auch Chemie in sich vereint, wirft oftmals viele Fragen auf.

Was ist überhaupt weiches oder hartes Wasser (H2O)? Ist eine bestimmte Sorte Wasser gesund oder ungesund?

Wie kann die Härte von Wasser beeinflusst werden? Solche Fragestellungen tauchen oftmals auf und sollen hier im weiteren Verlauf geklärt werden.

Wasserhärte oder „Hartes Wasser“

Im ersten Schritt stellt sich natürlich die Frage, worum es sich dabei überhaupt handelt. Dieses Konzept wird aus der Chemie übernommen und beschreibt die Konzentration von bestimmten Ionen in Wasser.

Ionen sind elektrisch geladene Teilchen, die sich bilden, wenn Salze in Wasser gelöst werden. Doch dabei handelt es sich nicht um das Haushaltsmittel Kochsalz, denn der Begriff Salz wird in der Chemie vielseitiger eingesetzt als in der Alltagssprache.

So entstehen zum Beispiel Magnesium- und Calciumionen, die maßgeblich entscheidend für die Härte des Wassers sind. Magnesium und Calcium gehören zur Gruppe der Erdalkalimetalle mit einem bestimmten Platz im Periodensystem.

Darunter finden sich auch Strontium und Barium, die im Wasser allerdings in so geringen Mengen vorkommen, dass sie nicht relevant für die Härte des Wassers sind.

Je höher die Konzentration dieser Ionen ist, umso härter ist das Wasser. Angegeben wird die Härte des Wassers, die je nach Region schwankt, in Grad deutscher Härte oder kurz °dH.

Ist dieser Wert größer als 14, so wird von hartem Wasser gesprochen, unter 7,3 von weichem Wasser. Der Zwischenbereich wird als „mittel“ klassifiziert.

Doch welche Auswirkungen hat nun der Härtegrad des Wassers?

Aufgrund der chemischen Eigenschaften und Anwesenheit von Ionen kann härteres Wasser zum Beispiel schneller zu Kalkablagerungen führen.

Wo spielt der Härtegrad des Wassers eine besondere Rolle?

Ein größerer Grad bedeutet eine höhere Konzentration der Ionen. Das bedeutet, dass mehr Teilchen zur Reaktion vorhanden sind als in weichem Wasser.

Diese Reaktion spiegelt sich in der Bildung von schlecht löslichem Kalk wieder. Das bedeutet, dass sich in verschiedenen Haushaltsgeräten wie Wasserkocher oder den Leitungen Kalk ablagert. Darüber hinaus hat hartes H2O Einfluss auf die gewaschene Wäsche.

limescale in kitchen - Urheber losonsky
unschöne Kalkflecken in der Küche

So neigt diese dazu wie der Name es schon sagt, hart zu werden. Das kann zum einen zu schwierigen und kostspieligen Entkalkungen führen, einen höheren Energieverbrauch beim Wasserkocher oder zu einem höheren Verbrauch von Waschmittel.

Auch, was die Arbeit mit Pflanzen angeht, kann hartes Wasser ein beeinflussender Faktor sein. Regenwasser ist in aller Regel eher weich, sodass eine entsprechende Härte sich auf das Wachstum der Pflanzen auswirken kann.

Es bilden sich Kalkflecken und ähnlich ist es auch mit Oberflächen wie Glas oder ähnlichem. Ein Aquarium, in dem insbesondere empfindliche Lebewesen beheimatet sind, kann durch einen hohen Kalkgehalt gestört werden, sodass eine Anpassung an die Bewohner notwendig ist.

Dazu kommt, dass sich Flecken bilden, die nur schwer wieder entfernt werden können.

Was ist mit gesundheitlichen oder kosmetischen Gesichtspunkten?

Ähnlich wie im Falle des Waschmittels ist hartes H2O für Haut und Haare nicht so optimal wie weiches Wasser. Darüber hinaus ist die Schaumbildung von Shampoo stärker eingeschränkt, sodass hier eine größere Menge verwendet werden muss.

Gesundheitlich bedenklich ist hartes Wasser allerdings nicht. Die Ionen reagieren im menschlichen Körper nicht wie beispielsweise in Leitungen, sondern können problemlos verwertet werden.

Wie ist der Härtegrad von Wasser in Deutschland verteilt?

Aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten der Regionen in Deutschland ist die generelle Härte nicht eindeutig zu bestimmen, sondern schwankt lokal. Im Idealfall kann örtlich eine Information dazu eingeholt werden.

Generell ist hartes H2O in weiten Teilen von Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie in gewissem Maße auch in Niedersachsen und Hessen zu finden. Vereinzelt sind Gebiete mit hartem Wasser über der gesamten Bundesrepublik verteilt.

So lassen sich jedoch größere Städte Deutschlands in einer Tabelle darstellen, wobei es sich dabei um grobe Durchschnittswerte handelt.

  • Berlin: 17 °dH (hart)
  • Hamburg: 16 °dH (hart)
  • München: 17 °dH (hart)
  • Köln: 20 °dH (hart)
  • Frankfurt am Main: 25 °dH (hart)

In den Großstädten ist also eine Tendenz in Richtung Härte festzustellen, wobei es je nach Stadtteil durchaus Schwankungen geben kann.

Wie kann man die Wasserhärte messen?

Die Bestimmung wird mittels der Konzentrationen der Ionen von Magnesium und Calcium realisiert. Insofern basiert jede Art der Messung darauf.

Die eigene Bestimmung der Wasserhärte wird per Wasserversorger realisiert, sodass dieser einmal jährlich diesen Wert angeben muss. Darüber hinaus sind verschiedene Verfahren zum eigenen Test erhältlich.

So existieren Teststreifen oder der Mechanismus der Titration kann angewandt werden. Dabei wird eine bestimmte Lösung in das eigenen Leitungswasser getropft bis ein Farbwechsel eintritt, mit dessen Hilfe der Härtegrad des Wassers bestimmt werden kann.

Welche Vor- und Nachteile hat welches Wasser?

Natürlich hat jede Art des Wassers unterschiedliche Vor- und Nachteile, die hier noch einmal kurz aufgelistet sind.

Weiches Wasser Vorteile (Nachteile des harten Wassers)

  • Keine bis weniger Kalkbildung und damit weniger Stress mit einer potentiellen Entfernung
  • Weniger Probleme beim Waschen, höhere Effizienz des Waschmittels
  • Weniger Verschleiß von Haushaltsgeräten durch Kalk
  • Weniger Shampoo zum Haare waschen nötig
  • Besseres Pflanzenwachstum

Weiches Wasser Nachteile (Vorteile des harten Wassers)

  • Wenig bis keine Lösung von sogenannten Silikaten und Phosphaten möglich, können Oberflächen angreifen
  • Stärkere Korrosion von Leitungen und Glas
  • Schlechteres Auflösen von Seife

Insgesamt betrachtet ist es allerdings möglich, die negativen Effekt des weichen Wassers abzumildern, indem hartes Wasser nur zu einem bestimmten Teil enthärtet wird und nicht vollständig.

Wie kann Wasser enthärtet werden?

Es existieren verschiedene Möglichkeiten zur Entkalkung des Wassers.

Von ganzen Enthärtungsanlagen, die eingebaut werden können über kleinere Wasserfilter und schließlich zu einfachen Hausmitteln, die den Kalk entfernen können, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Das Prinzip ist in aller Regel jedoch ähnlich.

Eine dieser Möglichkeiten ist der sogenannte Ionenaustausch. Dabei werden in einer chemischen Reaktion die Magnesium- und Calcium-Teilchen durch Natrium- und Kalium-Ionen ausgetauscht.

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Stoffen besteht hier keine Gefahr, dass das Wasser härter wird, denn diese beiden Teilchen reagieren nicht zu schwer löslichen Produkten. Dieser Mechanismus steckt hinter den meisten Methoden zur Enthärtung von Wasser.

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Welche Filteranlage ist die Richtige?

Je nach Verwendungszweck existieren unzählige Arten von Filteranlagen. Eine Möglichkeit wäre, das gesamte Wasser in einem Haus entsprechend zu filtern oder nur für bestimmte Angelegenheiten.

So kann auch nur das Trinkwasser separat gefiltert werden, was im Grunde genommen nichts mehr mit dem eigentlichen hauseigenen Wasserkreislauf zu tun hat. Je nach Härte des Wassers kann zudem nur eine leichte Entkalkung sinnvoll sein.

Filteranlage Enthärtungsanlage
Anlage für weicheres Wasser im Haushalt

Hier muss wirklich auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse geachtet werden.

Die Anschaffung eines Enthärters für den gesamten Wasserkreislauf beginnt meistens ab Kosten von mehreren hundert Euro, allerdings herrscht hier eine lange Lebensdauer und weniger Kosten in der Unterhaltung, sodass dieser Preis auf die langen Jahre gesehen werden muss, die ein Wasserenthärter zur Verfügung steht.

Weiches H2O herstellen kann mit Produkten von verschiedenen Firmen realisiert werden. Aktiv in diesem Bereich sind besonders Lenntech, Water2Buy und Aquintos-Wasseraufbereitung.

Allerdings ist die Auswahl an Herstellern groß, sodass das Produkt gefunden werden kann, dass am besten zu den eigenen Wünschen passt.

Welche Hausmittel können gegen Kalk eingesetzt werden?

Wenn nun ein Haushaltsgerät längere Zeit hartem Wasser ausgesetzt ist und sich entsprechende Ablagerungen bilden, steht die Frage im Raum, wie genau diese entfernt werden können. Durch eine chemische Reaktion bieten sich Säuren an.

Im Haushalt ist in aller Regel Essig vorhanden, womit eine Entfernung des Kalks erreicht werden kann. Daneben bietet sich je nach Gerät auch Zitronensäure an.

Fazit

In Gegenden mit hartem Wasser und Problemen mit Kalk bieten sich entsprechende Gegenmaßnahmen an.

Die Wasserhärte sollte als Faktor im Haushalt nicht unterschätzt werden, denn mit weniger Stress und Arbeit kann ein Stückchen Lebensqualität gesichert werden.